Nichts ist sicher. Und nicht einmal das.

Kann man wirklich planen, was passieren wird. Wie viel Einfluss hat man überhaupt auf sein Leben. Alles passiert aus einem bestimmten Grund. Das habe ich mir oft gesagt, wenn mal wieder etwas passiert ist, was ich so nicht geplant oder mir gewünscht hatte. Aber was der Sinn an allem ist hab ich noch nicht feststellen können.

Irgendwann, das sagen mir immer wieder tausende Menschen, weiß ich was mir die letzten Monate gebracht haben. Irgendwann weiß ich, was ich davon lernen konnte und was all die Enttäuschungen, der Frust und die Verzweiflung mir sagen sollten. Aber um diese Erkenntnis zu kriegen, muss man Abstand gewinnen. Abstand zu seinen Gefühlen, seinen Träumen, der Vergangenheit. Und in die Zukunft sehen. Mit Neugier, Motivation und Freude. Aber das ist leichter gesagt als getan. Die Angst vorm Versagen stielt der Neugier den Platz in meinen Gedanken. Sie ist permanent da und verschwindet nur in kleinen euphorischen Anfällen, die jedoch zu kurz und zu selten sind.

Mache ich mir selber das Leben zu schwer? Steh ich mir selber im Weg? Achte ich zu oft auf das Glück der anderen und haben sie vielleicht auch gar nicht so viel Glück wie ich immer denke. Nur weil ihr Instagram Account vor stolzen glücklichen lachenden Bildern nur so überfüllt wird. Wer zeigt schon gern seine Ängste, wer postet seine Verluste und steht zu seinen verpassten Träumen. Niemand ist gern schwach, außer vielleicht die, die nach Aufmerksamkeit und Mitleid suchten. Eigentlich weiß auch ich, dass ich mich glücklich schätzen sollte, weil meine Liebsten gesund sind, weil ich Menschen habe die hinter mir stehen und weil ich nicht in Armut leben muss. Aber meine persönlichen Selbstzweifel verschwinden durch diese Erkenntnis leider nicht einfach so.

Immer wieder gibt es Momente, in denen ich mich am liebsten unter meiner Bettdecke verkriechen würde. Aber sind es nicht gerade die schlechten Momente, die uns all das Glück das was wir haben wieder klarmachen. Die uns lehren zu schätzen. Wäre es nicht viel zu schade seine Laune durch schlechte Dinge beeinflussen zu lassen. Sollte man sicher nicht lieber mehr auf die kleinen Glücksgefühle konzentrieren, in denen uns Adrenalin durch den ganzen Körper fließt, in denen wir lauthals aufschreien könnten, weil wir wunschlos glücklich sind.

Auch wenn dieses Mini Glück manchmal albern rüber kommt, weil man vielleicht nur bei einem Spiel gewonnen hat. Aber gerade das ist ja das Schöne. Sobald wir uns um etwas bemühen und es dann klappt verspüren wir eine Zufriedenheit, von der wir nicht einmal wissen woher sie kommt. Wir sind selber erstaunt wieso man sich über solche Kleinigkeiten so freuen kann und über größere Dinge, die in den Augen anderer auch toll waren, anfängt zu zweifeln ob man es nicht hätte besser machen können. Ob man sich nicht mehr Mühe hätte geben können. Deswegen sind es eher die kleinen zufälligen Dinge auf die wir, auch wenn nur für einen kurzen Moment, stolz sind. Stolz sind auf uns.

Obwohl wir das viel öfter sein könnten und vor allem sollten. Man sollte nicht nur stolz darauf sein, dass man vor dem ins-Bett-gehen der Schokolade widerstanden hat. Man sollte viel mehr stolz darauf sein, Mut zu haben, Kraft und Ehrlichkeit. Dinge die uns persönlich auszeichnen, die wir aber immer wieder runterreden. Die wir eben nicht so schätzen, wie vielleicht unsere Lieben. Natürlich fällt es jedem schwer, von sich selbst zu prahlen, sich selbst zu loben aber hin und wieder darf das schon sein. Wobei ich da nicht gerade ein gutes Vorbild bin. Umso besser ist es, wenn man Menschen hat die einem einfach mal sagen, wie gut man gerade aussieht, wie sehr man geliebt wird und wie toll man etwas gemeistert hat. Ob man es dann glaubt oder nicht liegt an jedem selber.

Mich macht der Frühling glücklich. Das Neue, das Unbekannte, der Anfang. Das was vor uns liegt, wird gut sein. Das hoffe ich von ganzen Herzen. Auch wenn in der Neugier etwas Angst mit drin ist, bin ich bereit für die kommenden Monate. Denn ich hab das Gefühl mein neues Jahr beginnt jetzt. Im Frühling. Mit der Sonne die sich endlich wieder öfter blicken lässt. Mit den Sommersprossen die jetzt wieder auf vielen Gesichtern herumtanzen. Mit den Vögeln die fröhlich und unbeschwert ihre Lieder zwitschern. Mit den vielen Gerüchen, die in der Luft herumschwirren, von Blumendüften, Sonnencreme, Grillgeruch, Sommer. Der hoffentlich gleich an den Frühling anknöpfen wird..

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