Take my mind, and my pain. Like an empty bottle takes the rain and heal.

Heute ist ein großartiger Tag, wenn nicht sogar der Beste unseres Lebens. Und das obwohl wir es wahrscheinlich nicht einmal bemerken. Wer erlebt diesen Tag schon bewusst. Schließlich hofft man doch insgeheim, wie toll ein Tag gewesen ist, dass er nicht der Schönste unseres Lebens war, sonst hieße das doch, das alle kommenden Tage schlechter werden könnten.

Diesen Gedanken habe ich dank des unglaublich berührenden Films „Wenn ich bleibe“ entwickelt. Filme wie dieser bringen, mit Sicherheit und großer Hoffnung, nicht nur mich zum Weinen. Aber gibt es da nicht schon Unmengen an dramatischen, emotionalen Filmen nach denen wir sensible Wesen regelmäßig in Heulkrämpfe übergehen, sobald der Abspann läuft. Oder hin und wieder sogar schon während einer Szene bei der wir uns einfach nicht mehr zusammenreißen können, sogar kurz auf Pause drücken müssen, um wegen unseres Schluchzen nicht die rührenden  Worte des Großvaters am Bett seiner sterbenden Enkeltochter zu verpassen. Ja diese Szenen meine ich und diese Szenen tauchen in den typischen Amerikanischen Schnulzen natürlich oft genug, aber vorsichtig und intelligent gewählt, vor. Wie könnten wir auch nicht weinen, schließlich schwebt dieses Mädchen nach einem Autounfall zwischen Leben und Tod. Bekommt in dieser Zwischenwelt in der sie jedoch keiner sehen kann sogar mit, dass sie ihre Eltern und ihren kleinen Bruder bereits verloren hat. Ich bekenne mich ganz offen dazu, dass ich diese Filme liebe auch wenn ich schon im Vorraus weiß wie sehr sie mich treffen werden und wie lange sie mich noch beschäftigen könnten, und das obwohl ich schon ein großzügiges Repertoire von bereits gesehenen Filmen aufweisen kann. Diese Art Filme in denen ich regelrecht meine Fassung verliere, sind die wertvollsten, viel mehr als (nicht böse gemeint) eine Star Wars Folge oder einen Actionthriller. Denn sie erzählen den Ausnahmefall von Verlust und Schmerz, der aber nicht ausgedacht ist. Leider.

Und ich hoffe inständig, dass es noch oft Filme wie dieser geben wird. Filme die mich so berühren so mitreißen. Denn immer dann wache ich auf und liebe. 

Ich glaube, diese Menschen, die sich diese Filme ausdenken, haben ähnliche Situationen schon erlebt. Sie wissen wenn man verliert, wenn man vergisst, und verzeiht. Wenn man nicht mehr sagen konnte, wie sehr man jemanden liebt, wie sehr es einem leid tut und wie wichtig ihm etwas ist. Sie wissen wie es ist, Chancen dahinfließen zu sehen, vergessene Träume für immer zu begraben, vergangene Geschichten nie wieder zu hören. Und genau deswegen wollen sie uns warnen. Sie wollen uns wachrütteln aus unserem täglichen Rhythmus in dem wir dem Alltag verfallen, uns gehen lassen und vor allem unser Leben immer mehr einstaubt.

Und ich bin dankbar dafür, denn manchmal tut es gut wieder ein bisschen geschockt zu werden. Wieder zu fühlen, wieder an dein eigenes Leben zu denken. Und an die Menschen die dir wichtig sind. Und denen du das viel zu selten zeigst.

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