Wenn das Licht angeht

Dann bin ich Nackt. Ehrlich. Ohne Fassade. Nur ich. Wenn das Licht angeht, dann bin da ich. Mitten im Scheinwerferlicht. Mein Blick schweift durch die Menge, sucht etwas zum festhalten, doch findet nur eine Enge. Denn dieser Spot ist klein, nur ich allein passe herein. Und will ich heraus, ist da nur das grelle Licht, es nimmt mir die Sicht und geht nicht aus. Wenn das Licht angeht, dann bin da nur ich. Allein und doch mit mir zusammen. Und das ist schon mal was, denn wenn ich bei mir bin, bin ich unbefangen. Fühle mich wohl, mit mir an meiner Seite, denn ich brauch nicht zu zweifeln, denn mein Ich sucht nie das Weite.

Ich als Mensch. Doch wer bin ich? Ich werde geformt. Jeden Tag. Von anderen Menschen und mir selber. Ich kann nicht immer entscheiden, wer zu meiner Entwicklung beiträgt, manchmal passiert es einfach. Ich werde beeinflusst. Durch Models, durch Freunde und Fremde, durch Döner und McDonalds. Ich lasse mich beeinflussen, von Bildern und Meinungen, von Wahrheiten und Lügen. Ich verändere mich, durch Erfahrungen, Schmerzen, Glück. Gibt es ein definiertes Ich überhaupt?

Wenn das Licht auf mich gerichtet ist und ich im Spot stehe, was denken die Anderen dann? Das würde ich zu oft gerne wissen. Wie wirke ich, wie sehe ich aus, wie schätzen mich Fremde ein. Und doch zählt am Ende nur wie ich mich sehe und wie ich gesehen werden will. Doch das ist gerade das Schwierige. Bei so vielen Menschen, mit so vielen Meinungen, Geschmäckern und Wahrnehmungen, kann ich da überhaupt auf andere so wirken, wie ich es gerne haben würde?

Und wenn man das bedenkt, ist doch alles ganz einfach. Ich lass mich selber einfach ich sein. Frei von Ängsten, was andere denken könnten, wenn ich das neue Oberteil anziehe, das doch eigentlich gar nicht zu mir passt. Wenn ich laut singe und dabei schrecklich klinge, obwohl ich es insgeheim doch schön finde. Wenn ich so tanze wie es mir gefällt, und mich gut dabei fühle, wenn ich so rede, wie ich es für richtig halte.

Dann stehe ich im Licht. Einfach nur ich. Und das reicht vollkommen.

Es ist nie zu spät für alles

oder doch? Es ist nie zu spät für alles, doch kommt es darauf an wie man diesen Satz betrachtet.
Es ist nie zu spät für..
..eine Weltreise..eine neue Sprache zu erlernen
..eine Liebe zu finden

Es ist nie zu spät um Mut zu haben für ein neues Leben.
Aber es gibt auch Dinge für die es zu spät sein kann.
Zu spät..
..für einen Kuss
..einen einzigen Tanz
..ein Pausenbrot
..den Weg zur Schule mit den Freunden
..ein Lächeln
..eine Umarmung
..ein Wort.
Es kann auch mal zu spät werden. Dann wenn sich unser Leben verändert, wenn wir andere Wege einschlagen oder wenn dies andere Menschen tun. Wenn wir nicht mutig genug sein, feige sind und Angst haben. Wenn wir die Chance verpassen oder uns falsch entscheiden. Und manchmal kann es auch ein Abschied für immer sein. Wenn es ein Abschied für immer ist dann wird es nie wieder so werden wie es mal war. Und dann kann man auch einfach mal sagen, wie traurig man darüber ist. Denn traurig sein ist in Ordnung, nichts verbotenes und doch leicht verrufenes. Traurig sein gehört dazu. Es gibt Tage da ist man mehr traurig und denkt an alles, dass einen traurig macht und an anderen ist man glücklich und freut sich über all das was einen glücklich macht. Es ist wie ein Spiel mit dem Feuer, zu viel davon kann gefährlich werden. Denn nur traurig sein, verdirbt vieles, und zerstört einiges. Wir verlieren ein Stück Zeit von unserem Leben.Aber trotzdem darf man auch mal länger einfach nur traurig sein. Traurig sein, weil es zu spät ist für einen Tanz, für ehrliche Worte. Weil es einfach zu spät ist für alles.

Umso bewusster sollte man leben. Denn es kann schnell zu spät für alles sein. Wir werden aus dem Leben gerissen ohne vorher darüber nachgedacht zu haben, dass es auch uns treffen könnte. Wir werden auf die Probe gestellt. Damit wir unser Leben so leben wie wir es uns wünschen. Um zu sagen was wir denken, die zu küssen, die wir lieben, so zu sein wie wir sind.

Wir haben nur dieses eine Leben und auch wenn es jeden Tag für alles nicht zu spät wäre, wir jeden Tag unser Leben neu beginnen könnten, dann muss man das auch erst Mal tun. Und nicht warten, bis es irgendwann zu spät ist. Denn das ist Gewiss, nichts ist für ewig.

 

Die Zeit heilt alle Wunden,..

Auch wenn die Zeit am Anfang gar nicht vergeht. Auch wenn die Erinnerungen unerträglich sind. Es wird besser. Und so bescheuert dieser Satz klingt. Mit der Zeit vergisst man. Es wird einfacher und man distanziert sich. Die Zeit rückt weg von einem und mit ihr die damit verbundenen Gefühle und Erinnerungen. Die kommen zwar immer wieder, sind also noch da, irgendwo vergraben und beerdigt aber sie sind lange nicht mehr so schmerzlich wie am Anfang. Jede Wunde heilt, langsam und bei jedem anders schnell aber sie heilt. Und ist das nicht das Wichtigste für uns. Zu wissen, dass es besser wird. Dass man sich an alles gewöhnt, dass man irgendwann alles versteht oder sich es zumindest versucht einzureden. Man fängt an zu akzeptieren, dass Dinge so passiert sind, dass nichts mehr so sein wird wie vorher, dass Dinge die uns was bedeuten einfach nicht mehr da sind. Und dann bleiben uns nur noch unsere Erinnerungen. Zum einen die schlechten, von denen wir uns ja längst verabschiedet haben und die Erinnerungen die uns am Leben halten. Die uns zum Lächeln bringen, wegen denen wir dankbar sind, dass wir sie haben dürfen. Alle Erinnerungen müssen wir schätzen, obwohl uns das nicht immer so leicht fällt. Aber auch die schlechten gehören zu uns, haben uns geprägt, verändert, zu dem Menschen gemacht, der wir jetzt sind. Wir sind jetzt nun mal so, und dazu dürfen wir auch stehen. Jedoch sollten wir uns nicht einnehmen lassen, von bösen Gedanken, Selbstzweifeln. Wir kennen uns selber am besten und wir dürfen, müssen sogar diejenigen sein die uns am meisten lieben, die am meisten hinter uns stehen. Wir wissen was wir können, wer wir sind und was uns gut tut.

Was hast du vor, mit deinem einen wilden kostbaren Leben?

Wer stellt sich diese Frage denn ernsthaft, wer steht jeden Morgen auf mit dem Gedanken sein Leben zu verändern. Niemand, oder zumindest niemand den ich kenne. Nein man steht auf, genervt vom Wecker der mal wieder viel zu früh geklingelt hat oder man wird geweckt von Leuten die wirklich denken das Telefon sei eine 24h Hotline. Ganz ehrlich, da bleib ich aus Prinzip im Bett liegen und lass das Telefon Telefon sein. Ich riskiere doch nicht mein warmes Bett gegen einen Anrufer der mich wahrscheinlich mal wieder nur fragen will wie oft ich meine sozialen Kontakte pflege, damit ICH Teil einer bundesweiten Umfrage sein darf. DARF! Was eine Ehre! Geht den schon mal gar nichts an, wobei mir die armen Dinger hinter den Telefonhörern schon irgendwie immer ein bisschen leid tun. Bezweifle, dass sich da jemand wirklich ernsthaft Zeit für sie und ihre unglaublich wichtig und interessanten Fragen nimmt. Also bleibe ich lieber in meinem warmen kuscheligen viel zu kleinen Bett liegen und falle erneut in einen leichten Schlaf. Um wieder anfangen zu träumen. Das gehört zu meinen neuesten Hobbys. Ich träume leidenschaftlich gern. Am liebsten im Schlaf und im Zug während die Landschaften nur so an mir vorbeirauschen träume ich davon wo ich als nächstes hinfahre, wo ich aussteige mich vielleicht als jemand ganz anderes ausgebe nur um zu merken, dass ich doch lieber ich selber bin. Denn ich selber zu sein ist gar nicht mal so schlecht, schließlich mag man sich selber und wenn ich jetzt eine komplett neue Person wäre, könnte es durchaus sein, dass man diese nicht mag. Es gäbe ja wohl nicht schlimmeres als durchs Leben zu laufen mit einem ICH was man nicht leiden kann. Ich träume davon, etwas zu tun wovor ich Angst hab, was ich schon immer mal tun wollte. Ich träume davon etwas zu riskieren. Wieso ich das nicht im wahren Leben mache. Weil man dort Fehler nicht vergessen kann, weil sie sich nicht in Luft auflösen sobald man wieder aufwacht. Weil man mit dem Handeln konfrontiert wird und weil es gewisse Dinge gibt, die man nicht tut oder zumindest nicht tun sollte. Und dann gibt es wiederum Dinge, die von einem erwartet werden, auch wenn sie nie jemand ausspricht. Ich kann nicht einfach meine Sachen packen und abhauen. Egal wo, egal wie lange. Ungeplant, unvorsichtig, egoistisch. Deswegen träume ich davon es zu tun. Um es vielleicht irgendwann doch wahr werden zu lassen. Damit ich später sagen kann, was ich wirklich mit meinem einen wilden kostbaren Leben angefangen habe. Und um meine Kinder und Enkelkinder zu motivieren dasselbe zu tun. Das zu tun was einen gerade in den Sinn kommt. Wozu man Lust hat, ohne zuvor eine Pro und Kontra Liste zu erstellen..

Take my mind, and my pain. Like an empty bottle takes the rain and heal.

Heute ist ein großartiger Tag, wenn nicht sogar der Beste unseres Lebens. Und das obwohl wir es wahrscheinlich nicht einmal bemerken. Wer erlebt diesen Tag schon bewusst. Schließlich hofft man doch insgeheim, wie toll ein Tag gewesen ist, dass er nicht der Schönste unseres Lebens war, sonst hieße das doch, das alle kommenden Tage schlechter werden könnten.

Diesen Gedanken habe ich dank des unglaublich berührenden Films „Wenn ich bleibe“ entwickelt. Filme wie dieser bringen, mit Sicherheit und großer Hoffnung, nicht nur mich zum Weinen. Aber gibt es da nicht schon Unmengen an dramatischen, emotionalen Filmen nach denen wir sensible Wesen regelmäßig in Heulkrämpfe übergehen, sobald der Abspann läuft. Oder hin und wieder sogar schon während einer Szene bei der wir uns einfach nicht mehr zusammenreißen können, sogar kurz auf Pause drücken müssen, um wegen unseres Schluchzen nicht die rührenden  Worte des Großvaters am Bett seiner sterbenden Enkeltochter zu verpassen. Ja diese Szenen meine ich und diese Szenen tauchen in den typischen Amerikanischen Schnulzen natürlich oft genug, aber vorsichtig und intelligent gewählt, vor. Wie könnten wir auch nicht weinen, schließlich schwebt dieses Mädchen nach einem Autounfall zwischen Leben und Tod. Bekommt in dieser Zwischenwelt in der sie jedoch keiner sehen kann sogar mit, dass sie ihre Eltern und ihren kleinen Bruder bereits verloren hat. Ich bekenne mich ganz offen dazu, dass ich diese Filme liebe auch wenn ich schon im Vorraus weiß wie sehr sie mich treffen werden und wie lange sie mich noch beschäftigen könnten, und das obwohl ich schon ein großzügiges Repertoire von bereits gesehenen Filmen aufweisen kann. Diese Art Filme in denen ich regelrecht meine Fassung verliere, sind die wertvollsten, viel mehr als (nicht böse gemeint) eine Star Wars Folge oder einen Actionthriller. Denn sie erzählen den Ausnahmefall von Verlust und Schmerz, der aber nicht ausgedacht ist. Leider.

Und ich hoffe inständig, dass es noch oft Filme wie dieser geben wird. Filme die mich so berühren so mitreißen. Denn immer dann wache ich auf und liebe. 

Ich glaube, diese Menschen, die sich diese Filme ausdenken, haben ähnliche Situationen schon erlebt. Sie wissen wenn man verliert, wenn man vergisst, und verzeiht. Wenn man nicht mehr sagen konnte, wie sehr man jemanden liebt, wie sehr es einem leid tut und wie wichtig ihm etwas ist. Sie wissen wie es ist, Chancen dahinfließen zu sehen, vergessene Träume für immer zu begraben, vergangene Geschichten nie wieder zu hören. Und genau deswegen wollen sie uns warnen. Sie wollen uns wachrütteln aus unserem täglichen Rhythmus in dem wir dem Alltag verfallen, uns gehen lassen und vor allem unser Leben immer mehr einstaubt.

Und ich bin dankbar dafür, denn manchmal tut es gut wieder ein bisschen geschockt zu werden. Wieder zu fühlen, wieder an dein eigenes Leben zu denken. Und an die Menschen die dir wichtig sind. Und denen du das viel zu selten zeigst.

Nichts ist sicher. Und nicht einmal das.

Kann man wirklich planen, was passieren wird. Wie viel Einfluss hat man überhaupt auf sein Leben. Alles passiert aus einem bestimmten Grund. Das habe ich mir oft gesagt, wenn mal wieder etwas passiert ist, was ich so nicht geplant oder mir gewünscht hatte. Aber was der Sinn an allem ist hab ich noch nicht feststellen können. Irgendwann, das sagen mir immer wieder tausende Menschen, weiß ich was mir die letzten Monate gebracht haben. Irgendwann weiß ich, was ich davon lernen konnte und was all die Enttäuschungen, der Frust und die Verzweiflung mir sagen sollten. Aber um diese Erkenntnis zu kriegen, muss man Abstand gewinnen. Abstand zu seinen Gefühlen, seinen Träumen, der Vergangenheit. Und in die Zukunft sehen. Mit Neugier, Motivation und Freude. Aber das ist leichter gesagt als getan. Die Angst vorm Versagen stielt der Neugier den Platz in meinen Gedanken. Sie ist permanent da und verschwindet nur in kleinen euphorischen Anfällen, die jedoch zu kurz und zu selten sind. Mache ich mir selber das Leben zu schwer? Steh ich mir selber im Weg? Achte ich zu oft auf das Glück der anderen und haben sie vielleicht auch gar nicht so viel Glück wie ich immer denke. Nur weil ihr Instagram Account vor stolzen glücklichen lachenden Bildern nur so überfüllt wird. Wer zeigt schon gern seine Ängste, wer postet seine Verluste und steht zu seinen verpassten Träumen. Niemand ist gern schwach, außer vielleicht die, die nach Aufmerksamkeit und Mitleid suchten. Eigentlich weiß auch ich, dass ich mich glücklich schätzen sollte, weil meine liebsten gesund sind, weil ich Menschen habe die hinter mir stehen und weil ich nicht in Armut leben muss. Aber meine persönlichen Selbstzweifel verschwinden durch diese Erkenntnis leider nicht einfach so. Immer wieder gibt es Momente, in denen ich mich am liebsten unter meiner Bettdecke verkriechen würde. Aber sind es nicht gerade die schlechten Momente, die uns all das Glück das was wir haben wieder klarmachen. Die uns lernen zu schätzen. Wäre es nicht viel zu schade seine Laune durch schlechte Dinge beeinflussen zu lassen. Sollte man sicher nicht lieber mehr auf die kleinen Glücksgefühle konzentrieren, in denen uns Adrenalin durch den ganzen Körper fließt, in denen wir lauthals aufschreien könnten, weil wir wunschlos glücklich sind. Auch wenn dieses Mini Glück manchmal albern rüber kommt, weil man vielleicht nur bei einem Spiel gewonnen hat. Aber gerade das ist ja das Schöne. Sobald wir uns um etwas bemühen und es dann klappt verspüren wir eine Zufriedenheit, von der wir nicht einmal wissen woher sie kommt. Wir sind selber erstaunt wieso man sich über solche Kleinigkeiten so freuen kann und über größere Dinge, die in den Augen anderer auch toll waren, anfängt zu zweifeln ob man es nicht hätte besser machen können. Ob man sich nicht mehr Mühe hätte geben können. Deswegen sind es eher die kleinen zufälligen Dinge auf die wir, auch wenn nur für einen kurzen Moment, stolz sind. Stolz sind auf uns. Obwohl wir das viel öfter sein könnten und vor allem sollten. Man sollte nicht nur stolz darauf sein, dass man vor dem ins-Bett-gehen der Schokolade widerstanden hat. Man sollte viel mehr stolz darauf sein, Mut zu haben, Kraft und Ehrlichkeit. Dinge die uns persönlich auszeichnen, die wir aber immer wieder runterreden. Die wir eben nicht so schätzen, wie vielleicht unsere Lieben. Natürlich fällt es jedem schwer, von sich selbst zu prahlen, sich selbst zu loben aber hin und wieder darf das schon sein. Wobei ich da nicht gerade ein gutes Vorbild bin. Umso besser ist es, wenn man Menschen hat die einem einfach mal sagen, wie gut man gerade aussieht, wie sehr man geliebt wird und wie toll man etwas gemeistert hat. Ob man es dann glaubt oder nicht liegt an jedem selber.

Mich macht der Frühling glücklich. Das Neue, das Unbekannte, der Anfang. Das was vor uns liegt, wird gut sein. Das hoffe ich von ganzen Herzen. Auch wenn in der Neugier etwas Angst mit drin ist, bin ich bereit für die kommenden Monate. Denn ich hab das Gefühl mein neues Jahr beginnt jetzt. Im Frühling. Mit der Sonne die sich endlich wieder öfter blicken lässt. Mit den Sommersprossen die jetzt wieder auf vielen Gesichtern herumtanzen. Mit den Vögeln die fröhlich und unbeschwert ihre Lieder zwitschern. Mit den vielen Gerüchen, die in der Luft herumschwirren, von Blumendüften, Sonnencreme, Grillgeruch, Sommer. Der hoffentlich gleich an den Frühling anknöpfen wird..

Destiny or coincidence

Schicksal oder Zufall. Warum passieren Dinge, obwohl wir sie gar nicht geplant haben. Sollten sie uns passieren oder war es einfach Glück oder eben Pech das wir genau an dem Tag in der Sekunde dort waren. Oft glaube ich Dinge die geschehen, haben einen Sinn. Vielleicht sogar Entscheidungen, obwohl wir den Sinn noch nicht erkennen können. Aber um den Sinn zu erkennen muss man auch weise und erfahren sein und mit vielen Lebenssituationen konfrontiert wurden sein, ODER? Ich bin der festen Überzeugung es gibt einen Sinn, obwohl ich mir auch manchmal wünschen würde, alles läuft so, wie es in meinen Vorstellungen war. Ich treffe die richtigen Entscheidungen, lerne die richtigen Menschen kennen, verbringe meine Zeit am richtigen Ort mit richtigen Taten, damit ich dann sagen kann: Ich habe alles richtig gemacht. Das wird jedoch niemals jemand sagen können, und wenn es jemand sagt wird er selber wissen, dass es eine Lüge ist. Also steht dazu, auch falsche Entscheidungen getroffen zu haben oder sagt einfach es war Schicksal das es passieren sollte. Was man aber nicht machen sollte, dem Nachtrauern was man haben könnte, wenn man anders entschieden hätte. Denn was geschehen ist kann man nun nicht mehr rückgängig machen. Das hier ist kein Spiel, in dem wir den letzten Zug löschen können. Und das ist gut so, denn sonst würden wir immer die Entscheidung erneut  überdenken und immer wenn es nicht absolut perfekt ist, eine neue Entscheidung treffen die uns aber vielleicht gar nicht glücklicher macht. Denn hängt nicht das Glücklich sein von der Beschaffenheit unserer Gedanken ab. Glücklich sein kann auch kein Zustand sondern nur ein Moment sein. Man kann nicht durchgängig glücklich sein.

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Was aber kein Schicksal war, sondern meine Entscheidung, dass ich über Weihnachten Nachhause geflogen bin. Auch wenn ich manchmal denke, ob es das Richtige war, weil ich schon merke wie sehr mir jetzt alles umso mehr fehlt, hab ich die Zeit Zuhause ungemein genossen. Und bin ein klitzekleines bisschen glücklich, in London und nicht in den USA zu leben. Ich habe hier nichts erwähnt weil ich meine Großeltern, meine Cousinen, eine Freundin und auch meine Turnmädels überrascht hab. Und diese Überraschungen sind mir eindeutig geglückt.
Es gibt einfach nichts besseres als die sprachlosen Gesichter zu sehen, die erstaunten Augen und danach die herzlichen Umarmungen und das pure Glück zu spüren.

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Ich hab in diesen zwei Wochen wirklich versucht jede einzelne Minute auszunutzen, bin von einem Geburtstag zum nächsten, mehrere Treffen hier und mehrere Übernachtungen da, super entspannte Weihnachtstage und ein fantastisches Silvester mit meinen Freunden.

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Am 2. Januar bin ich dann zurück geflogen und fand es erst einmal ganz komisch wieder hier zu sein. Denn die zwei Wochen fühlten sich doch länger an als erwartet.

Am Samstag war ich mit meinen Jungs im Kino in dem Film „Paddington Bear“. Der Film war wirklich unglaublich berührend und süß und lustig. Danach sind wir drei noch zu Byrons Burger essen gegangen.10927869_901266606579618_150602955_n  961697_901266629912949_978137686_n   10913167_901266633246282_1639352235_n

Am Sonntag hab ich mich dann mit Caro in Richmond getroffen und wir haben schön gequatscht und es genossen von all den schönen Erlebnissen der letzten Wochen zu erzählen. In der darauf folgenden Woche hab ich mich gleich an meine Vorsätze für dieses Jahr gemacht: SPORT. Also war ich schön fleißig 3x Mal Joggen und hatte schrecklichen Muskeltkater 😀

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Danach hab ich oft andere Aupairs getroffen, neue, alte aber alle unglaublich tolle süße Mädels. Einen Abend war ich mit Freunden im Pub und Freitagabend war ich mit Caro dann am Oxford Circus, auf das neue Jahr anstoßen. Wir hatten einen wirklich schönen und lustigen Abend und waren sogar im selben Club wie Wiz Khalifa (ein Amerikanischer Rapper).

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Samstag hab ich endlich meine liebe Julia wieder gesehen. Wir hatten uns zum Lunch verabredet und konnten kaum aufhören zu reden. Ich bin wirklich so unendlich froh und dankbar hier wirklich richtige Freundinnen gefunden zu haben, bei denen ich mich immer melden kann. Wobei ich natürlich auch meine deutschen Freunde dabei nicht vergesse. Ich bin unsagbar glücklich, dass sich so viele für mich und mein Leben hier interessieren und das die Distanz oft kein Hindernis ist. Dass sie immer für mich da sind, dass sie immer versuchen mir zu helfen und dass wir immer noch unser Leben miteinander teilen, so schwer es manchmal fällt.

Sonntag hab ich mit einem weiteren Au Pair (Leonie D.) getroffen, dass ich noch nicht kannte. Wir sind durch den St. Regents Park gelaufen, denn es war unglaublich warmes, sonniges Wetter, dann waren wir noch in Primrose Hill. Von dort hat man wirklich einen super schönen Blick über viele Teile Londons.

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Danach sind wir von Chalk Farm mit der U-Bahn bis Waterloo gefahren und von dort, mit dem Ziel zum höchsten Gebäude Londons „The Shard“ zu gelangen, los gegangen. Die komplette South Bank, entlang der Themse an der wir wirklich lustige Leute gesehen haben. Zum einen saß ein Typ mit einer Schreibmaschine auf der Bank und hat angeboten gegen Geld Geschichten zu schreiben.

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Ein weiterer hat Sportübungen gemacht und den Grund dafür auf einem Schild beschrieben: Er will 5000Stk in einer bestimmten Zeit schaffen um ins Guiness Buch der Weltrekorde zu kommen. Zwischendurch bekamen wir allerdings ziemlich Hunger also haben wir einen Stopp bei Pizza Express eingelegt und ich hab ein super Pasta Gericht gegessen.

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Das Wetter wurde dann leider etwas schlecht, was hier in London während eines Wimpernschlags passieren kann, aber dennoch haben wir tapfer bis zum „The Shard“ ausgehalten und sind dann bis in den 32 Stock gebeamt wurden (so hat es sich zumindest angefühlt). Eigentlich hat das Gebäude über 80 Stockwerke aber für die Aussichtsplattform muss man einiges bezahlen, weswegen wir nur bis zur Bar gefahren sind. Trotz des trüben Wetters muss ich wirklich sagen, wie schön der Blick war. Vom London Eye, über den Big Ben, Towerbridge, London Bridge. Da wirkte London fast klein. Danach sind wir dann mit der Tube zurück nach Hause.

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Montag bin ich mit Pauline (ein weiteres Aupair was ich kennengelernt habe) in das Fittnesstudio gegangen wofür sie einen unglaublich unmenschlich hohen Betrag bezahlt und wovon man in Deutschland in vier Studios gleichzeitig gehen könnte. Deswegen hab ich mich auch dagegen entschieden mich dort anzumelden.

Gestern war ich für einen Kaffee mit einem weiteren Aupair verabredet. Allerdings kamen wir von einem Gesprächsthema in das nächste und schwups verging die Zeit. Abends war ich dann noch mit Leonie D., Ann Kathrin, ihrem Freund und einem französischen Au Pair in einem unglaublich gemütlichen Pub auf der High Street. Dort gab es eine Landkarte und aus nahezu jedem Land ein Bier was man dort bestellen konnte.

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Ich merke wie entspannend es für mich ist, nach der Arbeit noch mal raus zugehen und zu quatschen. Heute hab ich mich mit einer weiteren Leonie getroffen und hab es jetzt endlich geschafft, nach mehr als einem Monat mal wieder einen Blogeintrag zu verfassen.

An London gibt es 2 super Dinge. Man kann unendlich viele liebe Menschen kennenlernen & man kann immer neue Dinge sehen, angucken und bestaunen.

Madita